Auszeichnungen
Bibliographie
Margot
Schroeder
Presse
Vita
Kontakt
Links
Haftungsausschluß
Zu: Haltlose Tage
Gedichte.

Rezension Franz Norbert Mennemeier

Margot Schroeders Gedichte beeindrucken durch Vitalität und metaphorische, am Surrealismus geschulte Kühnheit. Eine Poetin, der es, wie spielerisch, gelingt, die üblichen Formulierungskischees zu durchbrechen. Fern von Sentimentalität weiß sie Gefühl und Vision im prägnanten Ausdruck zu verankern. Meist ist Schroeder, in knappen Formaten, wuchtig-expressiv. Aber bisweilen bringt sie auch zartere elegante Gesten hervor. Über "Postmodere" schreibt sie, in emblematischer Kürze, Verse von delikater Anzüglichkeit: "Das bisschen/ Rest/ Risiko/ geht/ im kleinen Schwarzen/ zum Abschlussball." Über "Gorleben", zweifellos, ließe sich ein Haufen polemischer Manifeste verfassen. Schroeder geht das Sujet indirekt und poetisch an. Die erste Strophe lautet: "Jetzt Liebe machen/ noch kommen die Bussarde live/ über die Mäuse/ die Wachtürme ringsrum/ ernähren sich trefflich/ mit Weite/ und anziehend riecht es nach Wald."
Gedichttitel wie "Eruption", "Ekstase", "Raserei" verraten einiges von der Gemütsverfassung der Autorin: Sie liebt das Extreme (manchmal ist sie auch ein wenig verrückt). Ihre poetische Extraklasse besteht darin, dass sie den heftigen Impulse nicht im Rhetorischen verpuffen, sondern in Wort und Bild überzeugend Gestalt werden lässt. Schroeder - eine starke Frau!
neues rheinland, 3/1994
Presseurteile
[...zurück]
webdesign by Uwe Schroeder
Fotografie
Aktuelles